Hamburger Persönlichkeiten - Sport
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Elsa Bromeis  
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Geboren 01. Oktober 1914
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. Januar 1992
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Elsa Bromeis wurde in eine Hamburger Kaufmannsfamilie geboren. Schon als Fünfjährige begann sie Sport zu treiben. In einem handschriftlichen Lebenslauf schrieb sie später, sie "habe auf allen Sportgebieten viele schöne Erfolge erzielt und habe die Ehre gehabt, Deutschlands Farben wiederholt international vertreten zu dürfen - Kopenhagen, Zoppot, Grag etc.". Sie war Mitglied im 1923 in Hamburg-Fuhlsbüttel gegründeten "Alstereck Verein für Wassersport". Einen ersten internationalen Erfolg erzielte sie mit Platz 2 über 500 Meter im Kajak-Einer in Kopenhagen. Ein Jahr später war sie schnellste Deutsche über diese Distanz und siegte auch mit ihrer Clubkameradin Hilda Popist im Kajak-Zweier. Ihr Sieg bei einer internationalen Regatta im polinischen Zoppot würde heute als Europameisterschaft gewertet. Offizielle Titelkämpfe für Frauen wurden erst ab 1937 ausgetragen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie, inzwischen verheiratete Elsa von Staden, 1949 Deutsche Vizemeisterin über 500 Meter im Einer-Kajak und Dritte vom Vierer-Kajak.

 
Lokale Referenzen 2012 wurde in Hamburg-Wilhelmsburg ein Kanal für kleine Kanu-Touren nach der Kanutin Elsa Bromeis, verheiratet von Staden, benannt. Der Elsa-Bromeis-Kanal führt durch das neue Wohngebiet auf dem Gelände der Internationalen Bau- und Gartenausstellung von 2013.
 
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Gottfried Freiherr von Cramm  
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Geboren 07. Juli 1909
Geburtsort Nettlingen, Kreis Hildesheim 
Gestorben 09. November 1976
Todesort bei Kairo, ─gypten 
Kurzbiographie

Gottfried von Cramm, Sproß eines alten Adelsgeschlechts, war einer der weltbesten und populärsten deutschen Tennisspieler seiner Zeit. Im Daviscup trat er 101 Mal für Deutschland an und siegte 82 Mal im Einzel oder Doppel. Schon als 20jähriger war er Nummer 10 der deutschen Rangliste und erfolgreich bei internationalen Turnieren. Ein Jahr später brach er sein Jura-Studium in Berlin ab und wurde Tennisprofi. 1935 hielt er für zwei Jahre Platz 2 der Weltrangliste. Er galt auch bei seinen Konkurrenten als überaus fairer Gegner. Von Cramm stand dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber. 1947 und 1948 wurde er zum Sportler des Jahres gewählt und 1977 posthum in die „International Tennis Hall of Fame“ aufgenommen.

 
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Johann Fr÷mming  
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Geboren 28. Juni 1910
Geburtsort Berlin 
Gestorben 08. November 1996
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johannes Wilhelm Arthur genannt „Hänschen“ Frömming war der erfolgreichste Trabrennfahrer und Trabertrainer Deutschlands. In den Jahren von 1926 bis 1988 siegte er in 5592 Rennen, elfmal gewann er das Deutsche Derby. Frömming wuchs als Halbwaise bei seinem Großvater auf, der als Fuhrunternehmer auch Rennpferde besaß. Als 14jähriger machte er eine Lehre als Pferdewirt und erwarb zwei Jahre später seine Fahrerlizenz. Schon 1933 siegte er zum ersten Mal im Derby und wurde ein Jahr später mit 159 Siegen zum ersten Mal Champion. Mit 246 Siegen innerhalb eines Jahres stellte er 1937 einen Weltrekord auf. Während der Nazi-Diktatur versteckte er drei jüdische Pferdepfleger und rettete ihnen so das Leben. Die B’nai B’rith ehrte ihn dafür 1964 in New York. 1964, 1965 und 1974 gewann er den Prix d’Amérique in  Vincennes bei Paris, das höchstdotierte Rennen weltweit, das als Weltmeisterschaft des Trabrennsports gilt. Frömming, der seit 1948 mit seiner Frau in Hamburg lebte, wurde mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er starb 1996 an den Folgen eines Schlaganfalls in Hamburg. 2008 wurde Johannes Frömming in die neugegründete „Hall of Fame des Deutschen Sports“ aufgenommen.

 
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Karl Hein  
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Geboren 11. Juni 1908
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. Juli 1982
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Schon als junger Mann war Karl Hein ein begeisterter Leichtathlet, er trainierte Kugelstoßen, Diskuswerfen und Mehrkampf beim 1895 gegründeten SV St. Georg. Als der Tischlermeister Anfang der 1930er Jahre heiratete, gab er seine Sportlerkarriere auf. Doch als er 1934 einen Film über die Olympischen Spiele 1932 in Los Angeles sah, war er vom Auftritt des irischen Goldmedaillen-Gewinners im Hammerwerfen, Pat O’Callaghan, so begeistert, dass wieder aktiv wurde, diesmal als Hammerwerfer. Ab 1935 trainierte er bei Sepp Christmann, der das Hammerwerfen mit seiner Hacke-Ballen-Drehtechnik revolutioniert hatte. Hein errang bei den Qlympischen Spielen 1936 in Berlin mit 56,49 Metern die Goldmedaille. Die hunderttausend Zuschauer im Olympiastadion feierten ihn mit „Hummel, Hummel“-Rufen. „Da lief es mir eiskalt den Rücken herunter“, erinnerte Hein später, „es war eine großartige Atmosphäre“, und er habe „jeden Moment genossen“. 1938 wurde er in Paris mit 58,77 Metern auch Europameister. Nach dem 2. Weltkrieg blieb Karl Hein aktiv und wurde 1956 als 48jähriger Deutscher Vizemeister. Noch mit 65 Jahren warf er den Hammer 53 Meter weit. Insgesamt wurde er fünfmal Deutscher Meister und dreimal Vizemeister1962 wurde ihm die „Rudolf Harbig Gedächtnismedaille“ verliehen. Karl Hein starb 1982 in seiner Heimatstadt. Am Durchgang zum Stadion „Jahnkampfbahn“ erinnert eine Ehrentafel an den berühmten Sportsmann. 
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Dieter Kottysch  
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Geboren 30. Juni 1943
Geburtsort Gleiwitz 
Gestorben 09. April 2017
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Dieter Kottysch stammt aus der oberschlesischen Industriestadt Gleiwitz. 1956 kam er als 13jähriger mit seinen Eltern nach Hamburg.  Wenig später begann er beim „Hamburger Box Club von 1922“ unter Trainer Werner Pries mit dem Training. 1959 stand er zum ersten Mal im Ring und wurde zweimal Deutscher Jugendmeister. Sechsmal erkämpfte er den Titel Deutscher Meister im Weltergewicht. In 250 Kämpfen siegte er 200 Mal. Seinen größten Erfolg errang er 1972. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Halbmittelgewicht besiegte er bei den Olympischen Spielen in München im Finale den Polen Wieslaw Rudkowski nach Punkten und gewann die Goldmedaille. Das Besondere an dem Kampf: Die beiden Boxer waren seit 1963 Freunde und blieben es ein Leben lang. Nach dem Olympia-Sieg beendete Dieter Kottysch seine Boxkarriere und arbeitete weiter bei den Stadtwerken  Buchholz (Nordheide) als technischer Zeichner. Nach seiner Pensionierung erkrankte er an Demenz und starb 2017 in einem Pflegeheim in Hamburg-Wandsbek. 
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Hans Liesche  
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Geboren 11. Oktober 1891
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 30. März 1979
Todesort Berlin 
Kurzbiographie

Hans Liesche war ein überragender Hamburger Leichtathlet, mehrfacher Deutscher Meister im Hochsprung und Silbermedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm. Seinen ersten deutschen Titel gewann der gelernte Schiffsbauer 1911, als er eine Höhe von 1,82 Metern überwand. Der 1.88 Meter große und nur 67 Kilogramm schwere Sportler wiederholte diesen Erfolg 1912, 1913 und 1915. Er startete für den Eimsbütteler Turnverband (ETV). In Stockholm musste er sich mit 1.91 Metern nur dem Amerikaner Alma Richards geschlagen geben, der 1.93 Meter überwand, was 1912 einen neuen Olympischen Rekord bedeutete. Richards lobte die besondere Sportlichkeit von Liesche, der später sein Freund wurde. Eigentlich hätte dieser die Goldmedaille verdient, denn bei seinem letzten Versuch sei er ständig gestört worden, erst durch Schüsse aus einer Starterpistole, dann von einer Musikkapelle und schließlich habe ihn auch noch ein Schiedsrichter zur Eile angetrieben. Gleichwohl habe ihm Liesche herzlich zum Sieg gratuliert, erinnerte sich Richards.

 
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Carl August von der Meden  
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Geboren 06. Dezember 1841
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. Mai 1911
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Hamburger Kaufmannssohn und Makler Carl August von der Meden gilt als Vater des Tennissports in Deutschland. Als 23jähriger startete er zu einer Weltreise und lebte unter anderem in der Nähe von London. Im Stadtteil Wimbledon lernte er das moderne „Lawn tennis“ kennen. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg 1881 sorgte er als Vorsitzender des „Uhlenhorster Eislauf-Vereins“ dafür , dass Tennis ins Club-Programm aufgenommen wurde. 1892 organisierte er die erste Deutsche Meisterschaft in Hamburg. Die Turniere erfreuten sich großer Popularität. 1901 wurde von der Meden zum Vorsitzenden der neu gegründeten „Hamburger Lawn Tennis Gilde“ gewählt. Ein Jahr später gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des „Deutschen Tennis Bundes“ in Berlin, dessen Präsident er bis zu seinem Tod 1911 blieb. Die jährlichen Tennisrundenspiele wurden zu seinen Ehren „Medenspiele“ genannt.

 
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Eduard Pulvermann  
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Geboren 02. September 1882
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. April 1944
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Kaufmann und Unternehmer Eduard F. Pulvermann war ein erfolgreicher Reiter und Pferdezüchter. Er entwarf den Parcour für das Deutsche Spring Derby in Hamburg-Klein Flottbek. 1920 fand auf dem Turnierplatz der erste Wettbewerb unter seiner Regie statt. Das Derby gilt als eines der schwersten Springreitturniere der Welt. Berühmt ist das Hindernis 14 – „Pulvermanns Grab“. 1935 musste Pulvermann die Leitung des Turniers abgeben. Im März 1941 wurde der „Halbjude“ wegen „Heimtücke“, später wegen angeblicher Devisenvergehen angeklagt, verurteilt und im KZ-Neuengamme interniert. An den Folgen von Zwangsarbeit und Mangelernährung erkrankte er schwer und starb am 9. April 1944 im Gefängnis-Lazarett Langenhorn.

 
Lokale Referenzen Eduard-F.-Pulvermann-Weg, Nienstedten, seit 2004
 
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Literaturhinweise Lit.Hinweise Pulvermann.pdf
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Max Schmeling  
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Geboren 28. September 1905
Geburtsort Klein Luckow/Uckermark 
Gestorben 02. Februar 2005
Todesort Wenzendorf bei Hamburg 
Kurzbiographie

Max Siegfried Adolf Otto Schmeling wuchs als ältestes von drei Kindern in Hamburg auf. Sein Vater war Steuermann bei der Hapag. Nach Ende der Volksschule begann er als 14jähriger eine kaufmännische Lehre. Ab 1922 arbeitet er bei einer Düsseldorfer Brunnenbaufirma und trat in den Kraftsportverein Benrath ein. Im April 1924 entschied er sich, ins Profilager zu wechseln. Er wurde Deutscher Meister im Halbschwer- und Schwergewicht. Am 12. Juni 1930 errang er durch Disqualifikation seines Gegners den Weltmeistertitel gegen Jack Sharley in New York. Sein legendärer Sieg gelang ihm 1936 mit einem K.O. in der 12. Runde gegen den als unschlagbar geltenden „Braunen Bomber“, Joe Louis. Die nationalsozialistische Propaganda nutzte Schmelings Popularität, ohne ihn jedoch politisch vereinnahmen zu können. So behielt er gegen den Willen der Nazis seinen  jüdischen Manager Joe Jacobs und schützte zwei junge Juden während der „Reichkristallnacht“ 1938. Nach dem Krieg erwarb er eine Abfüllkonzession für Coca Cola in Hamburg. Als ältester Unternehmer der Stadt und mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet starb Max Schmeling am 1. Februar 2005 im Alter von 99 Jahren. Sein Vermögen hatte er in eine gemeinnützige Stiftung überführt.

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Koppel 6 ist seit 2011 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
Max-Schmeling-Park, Harburg, seit 2011
 
Lebensbeschreibungen Max Schmeling Bio.pdf
Literaturhinweise Schmeling Literaturhinweise.pdf
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Erwin Seeler  
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Geboren 29. April 1910
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. April 1997
Todesort Norderstedt 
Kurzbiographie

Erwin Seeler war ein erfolgreicher Hamburger Fußballspieler. Schon als Junge spielte er bei Rothenburgsort 96 und später beim Arbeitersportverein SC Lorbeer 06. Als 16jähriger stand er 1926 zum ersten Mal als Stürmer in der ersten Mannschaft des Vereins auf dem Platz. 1929 und 1931wurde er mit Lorbeer 06 ATSB-Bundesmeister. Die Fußballabteilung des Arbeiter-Turn und Sportbundes war eine Konkurrenzgründung zum bürgerlich geprägten DFB. Bei der Arbeiter-Olympiade 1931 erzielte Erwin Seeler im Viertelfinalspiel gegen Ungarn beim 9:0 sieben der Tore und war damit Torschützenkönig. 1932 wechselte er zum DFB-Club Victoria Hamburg und 1938 zum Hamburger Sportverein. Mit dem HSV, für den er bis 1949 rund 200 Pflichtspiele absolvierte, wurde er mehrfach Nordmark- und Hamburg-Gaumeister und nach dem Krieg 1947 und 1948 zweimal Meister in der britischen Zone. Ein Wadenbeinbruch 1948 beendete seine aktive Karriere. Später war er Trainer vom SC Victoria, beim VfL Oldesloe und anschließend beim Heider SV. Erwin Seeler ist der Vater der Fußballprofis Dieter und Uwe Seeler.

 
Lokale Referenzen Im Herbst 2018 benannte Hamburg einen Park im Statdteil Rothenburgsort nach Erwin Seeler.
 
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Erwin Sietas  
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Geboren 24. Juli 1910
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. Juli 1989
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Erwin Sietas war einer der erfolgreichsten Sportler Hamburgs. Der Schwimmer nahm an drei Olympischen Spielen teil, bei denen er jeweils das Finale über 200 Meter Brust erreichte. In Amsterdam 1928 und Los Angeles 1932 wurde er jeweils Vierter, 1936 in Berlin gewann er hinter dem Japaner Tetsuo Hamuro die Silbermedaille. Er war Weltmeister über 200 Meter, Europameister und sieben Mal Deutscher Meister. Auch als Wasserballer war er erfolgreich und bei Länderspielen gegen Italien und Serbien im Team. Nach seiner aktiven Zeit engagierte er sich für seinen Verein, den Hamburger Schwimm-Club, den er an die Spitze der Schwimm- und Wasserball-Vereine seiner Heimatstadt führte. Drei Jahre nach seinem Tod wurde er 1992 in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.
 
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Kńthe Sohnemann  
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Geboren 06. Mai 1913
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1998
Todesort Kiel 
Kurzbiographie

Käthe Sohnemann war eine erfolgreiche deutsche Kunstturnerin. Sie trainierte im Turnverein Hamburg-Winterhude. Ihre erste Meisterschaft gewann sie 1934 im Mehrkampf. Der größte Erfolg war die Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin, die sie mit der deutschen Mannschaft vor der Damenriege der Tschechoslowakei gewann. 1937 wurde sie erneut Deutsche Meisterin in Jena. Nach ihrer Hochzeit startete sie als Käthe Schmidt 1938 für den Kieler MTV von 1844 in Wittenberg und siegte erneut. Sie arbeitete von 1950 bis zu ihrer Pensionierung als Sportlehrerin in der Kieler Goetheschule.

 

 

 

 
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Martin Abraham Stock  
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Geboren 20. August 1892
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. September 1970
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Martin Abraham Stock war ein Hamburger Fußball-Spieler und Sportfunktionär. Nach dem 2. Weltkrieg war er Mitglied im DFB-Vorstand. Während der NS-Herrschaft wurde er im Dezember 1936 wegen „Rasenschande“ von der Gestapo festgenommen, aber einen Monat später wieder freigelassen. Er wirkte anschließend als Spieler, Schiedsrichter und Funktionär für die jüdische „Sportgruppe Schild“, bis diese nach der Reichspogromnacht im November 1938 aufgelöst wurde. Am 8. November 1941 gehörte Stock zu den 969 Hamburger Juden, die ins Ghetto Minsk deportiert wurden. Am 15. April 1945 wurde er von britischen Soldaten im KZ Bergen-Belsen befreit. Er war einer von nur acht Deportierten seiner Gruppe, die den Holocaust überlebten. Danach engagierte er sich erneut für den Fußball. Im Mai 1950 wurde er Leiter des Spielausschusses des DFB und gehörte damit dem Vorstand des DFB an – als erstes Vorstandsmitglied jüdischen Glaubens in der Geschichte des Verbandes. Ende 1950 wanderte er zu seinem Bruder nach Brasilien aus, kehrte 1957 wieder nach Hamburg zurück und war viele Jahre Schiedsrichter-Obmann beim Hamburger Fußball-Verband.

 
Lebensbeschreibungen Martin Abraham Stock.pdf
Literaturhinweise Martin Abraham Stock_Literatur.pdf
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Gerhard St÷ck  
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Geboren 28. Juli 1911
Geburtsort Kaiserswalde 
Gestorben 29. März 1985
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Studienrat Gerhard Stöck war erfolgreicher Leichtathlet und Goldmedaillen-Gewinner im Speerwurf bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, bei denen er außerdem im Kugelstoßen eine Bronzemedaille errang. Zuvor war er 1935 Studentenweltmeister im Speerwurf und Fünfkampf geworden. Schon 1933 war er der SA beigetreten und im Lauf der Jahre bis zum Sturmbannführer (Major) befördert worden, seit 1937 war er Mitglied der NSDAP. Im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung arbeitete er als Sportreferent. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er 1950 in Hamburg zum Leiter des Sportamtes berufen. 1956 und 1960 war er Chef de Mission der gesamtdeutschen Olympia-Mannschaft in Melbourne und Rom. Nach seinem Tod 1985 stiftete die Stadt den „Gerhard-Stöck-Preis“, der von 1986 bis 2006 an verdiente Sportler und Vereine verliehen wurde.

Sport

Leichtathlet, Olympia-Gewinner

Sportfunktionär

Studienrat

 

 
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Hein ten Hoff  
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Geboren 19. November 1919
Geburtsort SŘddorf/Edewich 
Gestorben 13. Juni 2003
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Hein ten Hoff war einer der erfolgreichsten deutschen Schwergewichtsboxer. Der Sohn eines oldenburgischen Landwirts begann im Alter von 17 Jahren mit dem Box-Training, 1940 und 1944 wurde er Deutscher Meister der Amateure und 1942 Europameister. Nach dem Krieg wechselte er ins Profilager, wurde 1946 Deutscher Meister im Schwergewicht und konnte 1951 als erster Deutscher einen Europameister-Titel erringen. Er wurde als „Gentleman des Ringes“ und „Ästhet im Ring“ gefeiert. Nach seiner Boxkarriere 1955 gründete er eine Großküche mit 100 Angestellten und führte ein großes China-Restaurant in Hamburg-Sasel. 1992 verletzte er sich bei einem Unfall schwer, litt später an Parkinson und starb 2003 im Alter von 83 Jahren.

 
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Hans Theilig  
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Geboren 12. August 1914
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. Oktober 1976
Todesort  
Kurzbiographie

Hans Theilig war ein national und international erfolgreicher Hamburger Handballspieler. Mit dem deutschen Nationalteam gewann er bei dem Olympischen Spielen1936 in Berlin die Goldmedaille. Zwei Jahre später wurde er Weltmeister sowohl im Feld- als auch im Hallenhandball. Er ist damit einer von nur Sportlern weltweit, denen das gelang. Zunächst spielte Hans Theilig in der 1927 gegründeten Handballabteilung des „Oberalster Verein für Wassersport“, die von 1936 bis 1939 den deutschen Herrenhandball dominierte. Bei den Olympischen Spielen 1936 stand Handball zum ersten Mal auf dem Programm. Vier Mannschaften hatten gemeldet. Das Spiel gegen Ungarn gewannen die Deutschen mit 22 zu 0, die USA wurden 29 zu 1 besiegt. Mit dem 10 zu 6 gegen Österreich war Deutschland Olympiasieger und Hans Theilig mit 22 Treffern Torschützenkönig. 1941 und 1943 gewann Theilig mit dem SV Polizei Hamburg die Deutsche Meisterschaft im Feldhandball. 1941 warf er alle neun Tore und 1943 zehn von zwölf Siegtoren. 1944 wurde er mit dem Luftwaffen Sportverein Berlin zum dritten Mal Deutscher Meister.

 

 
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Friedrich Adolph Traun  
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Geboren 29. März 1876
Geburtsort Wandsbek 
Gestorben 11. Juli 1908
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Friedrich Adolph Traun war promovierter Chemiker und ein vielseitiger Hamburger Leichtathlet und nahm an den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen teil. Erste sportliche Erfolge errang er 1895 bei einem Städtewettkampf zwischen Hamburg und Berlin, bei dem er den Lauf über eine halbe Meile gewann. 1897 sprang er bei einem Weitsprungwettbewerb in Baden-Baden als erster Deutscher mehr als 6 Meter. In Athen startete er zunächst im 800-Meter-Rennen, schied aber als Dritter im schon im Vorlauf aus. Danach trat er gemeinsam mit dem Iren John Pius Boland im Doppel des olympischen Tennisturniers an. Sie gewannen das Endspiel gegen die Griechen Dionysios Kasdaglis und Demetrios Petrokokkinos.

 
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Albert ZŘrner  
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Geboren 30. Januar 1890
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Juli 1920
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Hamburger Wassersportler Albert Zürner trainierte im 1893 gegründeten Schwimmverein „Stern“. 1906 nahm er bei den Olympischen Zwischenspielen in Athen teil und belegte  im Turmspringen Platz 4. Zwei Jahre später bei den Olympischen Sommerspielen in London gewann er die Goldmedaille im Kunstspringen. 1912 in Stockholm holte er Silber im Turmspringen und kam auf Platz 4 im Kunstspringen. Deutscher Meister im Kunstspringen wurde er 1916 und 1919. Durch einen tragischen Sprungunfall kam Albert Zürner am 18. Juli 1920 in der Badeanstalt Alsterlust ums Leben, als er für einen Wettkampf in Bremen trainierte. 1988 wurde er in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports in Fort Lauderdale/Florida aufgenommen.  

 
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