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Emil H. Maetzel  
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Geboren 05. Mai 1877
Geburtsort Cuxhaven 
Gestorben 23. Juni 1955
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Neben seinem Schaffen als Künstler, Grafiker und Architekt war Emil Maetzel eine prägende Figur des Hamburger Kultur– und Kunstszene der 1920 und 30er Jahre. Er war zudem – vor allem durch seine bekannten grafischen Arbeiten – einer der Hauptvertreter des Expressionismus in Hamburg. 

Emil Maetzel studierte von 1896 bis 1900 Architektur in Dresden und Hannover. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg war er als Architekt sehr erfolgreich: Zunächst war er an der Bauleitung des Hamburger Hauptbahnhofes beteiligt, dann arbeitete er als Leiter der städtebaulichen Abteilung der Hamburger Baudeputation. In enger Zusammenarbeit mit Fritz Schumacher prägte er einen neuen, dezenten Hamburger Stil des „Neuen Bauens“. 

Schon als Jugendlicher, und verstärkt kurz nach dem Abschluss seines Studiums hatte er aber auch begonnen, sich autodidaktisch mit der Malerei und dem Zeichnen zu befassen. 1910 heiratete er später bekannte Malerin Dorothea Johannsen, mit der er vier Kinder bekam. Wie viele der damaligen Künstler hatte er angefangen, sich für afrikanische und ozeanische Kunst zu interessieren und diese auch zu sammeln. Viele dieser Plastiken, Masken und Vasen wurden zu Motiven seiner Werke. Der Expressionismus begeisterte ihn, insbesondere die „Brücke“-Vereinigung und Karl Schmidt-Rottluff, den er auch öfters traf. Während des Ersten Weltkrieges wurde Emil Maetzel in Berlin stationiert, und der kulturellen Austausch und Kontakt mit der Hauptstadt wurde zu einem wichtigen Einfluss für ihn und auch seine Frau, die ihn oft dort besuchte. Besonders seine Grafiken fanden mittlerweile Anerkennung und wurden etwa in den bekannten avantgardistischen Zeitschriften „Der Sturm“ und „Die Aktion“ veröffentlicht. 1919 war er Mitbegründer der Hamburgischen Sezession. Maßgeblich organisierte er die berühmten „Zinnober“–Feste der Vereinigung, und die Hamburgischen Künstlerfeste mit. Auch in dem von Maetzel selbst entworfenen Haus in Volksdorf fanden zahlreiche private Künstlerfeste statt. 1930 verstarb seine Dorothea Maetzel-Johannsen. 1933 wurde er auf Bestreben der Nationalsozialisten hin zwangspensioniert. Mehrere Holzschnitte wurden 1937 als „entartet“ aus der Hamburger Kunsthalle entfernt. Maetzel zog sich zurück, und konzentrierte sich auf „unverfängliche“ Motive; mit Hans Ruwoldt und Fritz Kronenberg unternahm er in den 1930er Jahren einige Studienreisen. Nach Kriegsende wurde er rückwirkend zum Baudirektor befördert, und war bis 1948 2. Vorsitzender der wieder gegründeten Hamburgischen Sezession. 


 
Lokale Referenzen

Emil H. Maetzel wurde am 7. Juni 1922 von der Loge "Zur Hanseatentreue" zum Freimaurer aufgenommen, am 26. März 1923 zum Gesellen befördert und am 5. Mai 1924 zum Meister erhoben.

Spuren in Hamburg:

- in Volksdorf ist seit 1960 der nach ihm benannte Maetzelweg

- Künstlerhaus Maetzel, Hamburg Volksdorf

 
Literaturhinweise Emil Maetzel_Literatur.pdf
Kategorien Architektur
Kunst
Funktionen Grafiker/in: -
Maler/in: -
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