Hamburger Persönlichkeiten -
Direkte Namensuche
Nachname
Vorname
Kategorien und Funktionen
Alle| Politik| Wissenschaft| Wirtschaft| Architektur| Musik| Kunst| Literatur| Schauspiel und Tanz| Wohlfahrt| Medien| Justiz| Religion| Bildungswesen| Sport
 
 
Dr. Max James Emden  
Abbildung


Geboren 28. Oktober 1874
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 26. Juni 1940
Todesort Muralto (Schweiz) 
Kurzbiographie

Als zweites Kind des Textilfabrikanten Ja- cob Emden und dessen Ehefrau Mathilde wurde Max Emden in eine wohlhabende jüdische Hamburger Kaufmannsfamilie hineingeboren. 1893 ließ er sich protestantisch taufen. Emden studierte Chemie und wurde 1898 in Leipzig promoviert. 1904 trat er als Teilhaber neben seinem Vater Jacob und seinem Onkel Hermann in die Firma M. J. Emden & Söhne ein, ein „Engroshaus in sämtlichen Waren der Textilindustrie und Kurzwaren“. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1823 zurück. Die Familie Emden darf für sich in Anspruch nehmen, das System des Franchisings erfunden zu haben. Über 200 Geschäfte boten in ganz Deutschland ausschließlich Waren des Unternehmens M. J. Emden & Söhne an. Em- den baute das Unternehmen aus, indem er in geeigneten Lagen deutscher und europäischer Großstädte Grundstücke erwarb und darauf Kaufhäuser errichtete. So war er erster Besitzer der berühmten Häuser KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München, Poetsch in Hamburg und zahlreicher anderer. 1910 heiratete er die aus Chile stammende Concordia Sternberg. Die Ehe hielt bis 1926 – dem Jahr, in dem Emden den Großteil seiner Kaufhäuser an die Karstadt AG verkaufte und Hamburg verließ, um sich in der Schweiz niederzulassen. Auf einer Insel im Lago Maggiore baute er einen Palast im neo- klassizistischen Stil, war von dort aber weiterhin wohltäterisch für Hamburg tätig. 1934 wurde er Schweizer Bürger. Seinen Besitz wurde in der Folgezeit „arisiert“. Er musste ihn ab 1935 aufgeben und zum Teil weit unter Wert verkaufen.

 
Literaturhinweise MaxEmden.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Anfang

1